Newsletter Juli 2026
Liebe Freud*innen, Genoss*innen und Leser*innen unseres Newsletters,
wir haben euch mal wieder unsere neuesten Aktivitäten und anstehenden Veranstaltungen im Newsletter-Format zusammengetragen. Viel Spaß beim Lesen. Außerdem freuen wir uns, euch Alle – Interessierte, neue und alte Wegbegleiter*innen – am Samstag 4.7. auf unserer Feier anlässlich des 20. Jahrestags unserer ersten Brigade zu sehen. Hier findet ihr eine kurze Liste zu den anstehenden Veranstaltungen:
- “20 Jahre erste Brigade” am Samstag 4.7. ab 12 Uhr in der Bunten Kuh (Bernkasteler Str. 78 13088 Berlin) – quasi Klassentreffen mit Mitbringbuffet, Fotoshow, Kneipenquiz und ab 20 Uhr Live-Konzert von Saalecumbia (10€ Soli).
- “Soli-Party Cuba” am Freitag 10.7. ab 18 Uhr in der Raumerweiterungshalle am Ostkreuz (Markgrafendamm 24c 10245 Berlin-Friedrichshain) – Live Salsa-Band, Salsa-Tanzstunde und DJs, um Spenden für unsere Projekte auf Kuba zu sammeln.
- Infoveranstaltung zum Anbau von Wassermelonen in Andalusien und aktuellen Arbeitskämpfen am Sonntag 12.7. ab 19 Uhr im Interbüro (Genter Str. 60 13353 Berlin)
Einladung zur Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre erste Brigade“
Es ist kaum zu glauben, 20 Jahre sind seit der ersten Brigade vergangen, die den Stein unserer gemeinsamen Geschichte ins Rollen gebracht hat.
Wir wollen den Anlass nutzen, um bekannte Gesichter wiederzusehen, neue kennenzulernen und in gemütlicher Runde bei Getränken und Musik über Vergangenes und Zukünftiges zu plaudern.
Wir haben viel bewegt, diskutiert und gestaltet. Ihr seid Teil dieser Geschichte – ob als Brigadist*in, aktives Mitglied oder Unterstützer*in. Eure Perspektiven, Erinnerungen und Visionen sind wertvoll.
🗓️ Datum: Samstag, 4.07. ab 12-22 Uhr
📍Ort: In der Bunten Kuh, Bernkasteler Str. 78, 13088 Berlin
Bitte gebt uns kurz Bescheid, ob ihr kommt. Wenn ihr Ideen habt, etwas mitbringen, vorstellen oder organisieren wollt, sagt uns auch gerne Bescheid.
Soli-Party Cuba – Wir sammeln Spenden für ein Solarmobil

Es ist bald so weit – unsere Soliparty steht vor der Tür!🇨🇺
Kommt vorbei, bringt eure Freund*innen mit und unterstützt ein Gemeindeprojekt in Kuba bei der Anschaffung eines elektrischen Lastenrads mit Solarpanel auf dem Dach. Mehr Infos zum Solarmobil findet ihr in unserem Kurzvideo auf Instagram.
Am Freitag 10.7. ab 18 Uhr erwartet euch ein abwechslungsreiches Programm mit:
💃 Salsa-Unterrichtsstunde
🎶 Live-Band
🎧 Lateinamerikanischer Musik
🍹 Leckeren Drinks und vielem mehr!
Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit euch! Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis, mit einer Empfehlung von 10 – 25 € pro Person. Alle Spenden gehen direkt an die Künstler*innen und in den Topf für unser Solarmobil!
Wer nicht zur Party kommen kann, kann gerne auf unser Konto DE44430609671130810700 mit dem Verwendungszweck “Projekt VentanaalValle” spenden. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Zur aktuellen Lage in Kuba

Die Trump-Regierung hat Ende Januar 2026 eine neue Eskalationsstufe gegen Cuba gezündet: Unter dem Vorwand eines „nationalen Notstands“ der USA werden Länder bestraft, die Cuba mit Erdöl beliefern. Das Ziel dieser Ölblockade wird offen benannt: der wirtschaftliche und gesellschaftliche Kollaps Cubas. Zuvor fingen die USA venezolanische Öl-Lieferungen an Kuba ab, bombardierten schließlich Venezuela und entführten dessen Präsident, was im Ausbleiben aller Öllieferungen mündete. Trump deklariert Lateinamerika zur US-Herrschaftssphäre und droht mit der Unterwerfung Cubas bis zum Jahresende.
Die Auswirkungen sind dramatisch und im Alltag unmittelbar spürbar. Der Tourismus als fundamentaler Standpfeiler der kubanischen Wirtschaft bricht durch das fehlende Kerosin zum Betanken der Flugzeuge zusammen. Stundenlange landesweite Stromausfälle beeinträchtigen nicht nur private Haushalte, sondern auch Krankenhäuser, Arztpraxen, Kitas und Schulen. Medizinische Geräte können nur eingeschränkt betrieben werden und Unterricht fällt aus. Der durch die USA provozierte Treibstoffmangel, bringt den öffentlichen Verkehr zum erliegen. Müll kann nicht mehr abgeholt werden, Lieferketten sind unterbrochen und Arbeitswege erschweren sich drastisch. In der Landwirtschaft fehlen Maschinen, Diesel und Dünger und es drohen massive Ernteausfälle und eine verschärfte Versorgungskrise mit Lebensmitteln.
Die Vereinten Nationen warnen vor einer humanitären Katastrophe und betonen, dass die erzwungene Versorgungskrise durch die Blockade gegen die Menschenrechte verstoße.
Die Trump-Regierung hat ihre Politik der wirtschaftlichen Strangulierung Kubas in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Was Ende Januar mit der Verhängung einer Ölblockade begann, hat sich inzwischen zu einer umfassenden Sanktionsoffensive ausgeweitet. Das erklärte Ziel bleibt unverändert: die wirtschaftliche Destabilisierung des Landes und die Herbeiführung eines politischen Zusammenbruchs. Die US-Regierung droht offen mit einem Regimewechsel und spricht immer unverhohlener von einer Unterwerfung Kubas bis zum Jahresende.
In den vergangenen Wochen wurden weitere kubanische Institutionen und Organisationen mit Sanktionen belegt, darunter das Ministerium der Revolutionären Streitkräfte (MINFAR), die Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR), das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) sowie weitere staatliche Einrichtungen. Bereits zuvor hatten die USA den Militärkonzern GAESA sanktioniert und zahlreiche hochrangige Vertreter des kubanischen Staates auf Sanktionslisten gesetzt. Als Folge der Maßnahmen werden zudem internationale Finanz- und Zahlungsströme weiter eingeschränkt.
Besonders dramatisch wirkt sich das Energieembargo aus. Staaten und Unternehmen, die Kuba weiterhin mit Treibstoff beliefern, werden mit Strafmaßnahmen bedroht. Nach Angaben der kubanischen Regierung erreichte in den ersten fünf Monaten des Jahres lediglich ein einziger Öltanker die Insel. Gleichzeitig hagelt es beinahe wöchentlich neue Sanktionen aus Washington.
Die Folgen sind im Alltag überall sichtbar. Stundenlange Stromausfälle gehören inzwischen zur Normalität. Krankenhäuser, Arztpraxen, Schulen und Kindergärten können ihren Betrieb nur eingeschränkt aufrechterhalten. Wasserpumpen fallen aus, ganze Stadtviertel sind zeitweise ohne Wasserversorgung. Der Mangel an Treibstoff legt den öffentlichen Verkehr lahm, unterbricht Lieferketten und erschwert die Versorgung mit Lebensmitteln. Müll wird vielerorts nur noch unregelmäßig abgeholt, während die Landwirtschaft unter fehlendem Diesel, Ersatzteilen und Betriebsmitteln leidet. Die Versorgungskrise verschärft sich von Monat zu Monat. Die Vereinten Nationen warnen vor einer humanitären Katastrophe und betonen, dass die erzwungene Versorgungskrise durch die Blockade gegen die Menschenrechte verstoße.

Gleichzeitig versucht die kubanische Regierung, auf die verschärfte Situation mit einem weitreichenden Reformprogramm zu reagieren. Präsident Miguel Díaz-Canel kündigte Mitte Juni die umfangreichsten Wirtschaftsreformen seit Jahrzehnten an. Als Vorbilder nannte er ausdrücklich die Reformprozesse in China und Vietnam. Ziel sei es, unter den Bedingungen der Blockade neue wirtschaftliche Spielräume zu schaffen, die Produktion zu steigern und die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Geplant sind unter anderem mehr Kompetenzen für Gemeinden, größere Handlungsspielräume für staatliche Unternehmen, die Förderung kleiner und mittlerer Betriebe, Erleichterungen für Investitionen sowie ein beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien.
Ob diese Reformen ihre Wirkung entfalten können, wird wesentlich davon abhängen, ob Kuba die wirtschaftliche Belagerung durch die USA übersteht. Die Regierung spricht von einer „multidimensionalen Aggression“, die inzwischen jeden Bereich des gesellschaftlichen Lebens erfasst habe. Für die Menschen auf der Insel bedeutet dies vor allem eines: einen täglichen Kampf um Strom, Wasser, Mobilität, Lebensmittel und medizinische Versorgung. Dennoch halten viele Kubanerinnen und Kubaner an ihrem Willen fest, die Krise gemeinsam zu bewältigen und die soziale Souveränität des Landes zu verteidigen. Anlässlich der Demonstration “Hände weg von Laterinamerika – Solidarität mit Kuba” am 28.6. haben wir auch ein Interview in der Zeitung Neues Deutschland gegeben.
Stand unseres Projektpartners “Ventana al Valle” auf Kuba
Auch in Viñales sind die Auswirkungen der aktuellen Krise deutlich spürbar. Die Lebensbedingungen haben sich weiter verschärft, viele Menschen kämpfen täglich mit den Folgen von Stromausfällen, Wassermangel und einer zunehmend instabilen Grundversorgung.
Besonders gravierend ist die Situation bei der Wasserversorgung: Durch die anhaltenden Stromausfälle fallen auch die Pumpensysteme aus, sodass Haushalte teilweise über Tage hinweg keinen Zugang zu Wasser haben. Während sich fehlender Strom unter schwierigen Bedingungen noch irgendwie kompensieren lässt, wird der Mangel an Wasser schnell zu einer existenziellen Frage – gerade im Hinblick auf Hygiene, Gesundheit und den Alltag insgesamt. Hinzu kommen Probleme bei der Müllabfuhr, was die hygienische Lage weiter verschärft.
Trotz dieser prekären Bedingungen bleibt das Projekt Ventana al Valle ein stabiler und wichtiger Bezugspunkt für die Gemeinde. Der Sportraum fungiert weiterhin als kollektiver Ort, an dem Menschen zusammenkommen und sich austauschen. Auch wenn es sich nicht um einen explizit politischen Raum handelt, erfüllt er eine zentrale soziale Funktion und stärkt den Zusammenhalt vor Ort.
Die Arbeit des Projekts geht weiter: Workshops finden nach wie vor regelmäßig statt, und auch die lokale Band nutzt den Raum weiterhin für Proben. Gerade unter den aktuellen Bedingungen zeigt sich, wie wichtig solche gemeinschaftlich organisierten Räume sind – als Orte der Stabilität, des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung. Die ersten Spendengelder für eine Solaranlage sind angekommen und die Anlage wurde letzte Woche in Betrieb genommen. Die autarke Stromversorgung macht den Ort zu einem wichtigen Treffpunkt und ermöglicht uns auch im nächsten Schritt ein Solarmobil zu besorgen, um vor Ort auch wieder Mobilität zu organisieren.
Rückblick: Protesttage Fight Fruit Logistica und Besuch einer Delegation aus Almeria
Anfang Februar organisierten wir Proteste gegen die weltweit größte Fruchtmesse, die jedes Jahr in Berlin auf dem Messegelände stattfindet. Am 05. Februar demonstrierten wir mit ca. 50 Personen vor dem Haupteingang gegen die Verschleierung der Ausbeutung und Rechtsverletzungen durch Firmen, die auf der Messe austellen. Am 06. Februar organisierten wir ein People’s Tribunal, um die Anklagen verschiedener Personen aus der Landwirtschaft gegen die teilweise unhaltbaren Arbeitsbedingungen zu sammeln. Es beteiligten sich unterschiedlichen Gruppen und Organisationen wie das Lieferando Workers Collective, die junge ABL, Arbeiter:innen von Solawis und Aktivist:innen von Ecologistas en Acción, sowie unsere Genoss:innen der SOC-SAT Almeria. Mehr über die Protestaktionen könnt ihr hier erfahren: https://fightfruitlogistica.noblogs.org
In den kommenden Monaten werden wir die Proteste und das People’s Tribunal weiter aufarbeiten und die geteilten Inhalte publizieren.
Parallel zu den Protesttagen besuchte uns Anfang Februar eine Delegation von Betriebsräten der SOC-SAT in Berlin. Inhaltliche Fokus waren Diskussionen und Fragen zur politischen Strategie der Organisierung der gewerkschaftlichen Basis und der Zusammenarbeit zwischen den Betriebsräten und Interbrigadas. Darüber hinaus trafen verschiedene Akteur:innen wie Gärtner:innen der Solawi Roten Beete aus Leipzig und Journalist:innen, um mögliche Perspektiven der Zusammenarbeit auszuloten. Beim People’s Tribunal teilten sie ihre Erfahrungen und Perspektiven um die Fruit Logistica anzuklagen. Der Austausch war geprägt durch viele Momente der Solidarität und wir sind gemeinsam gestärkt aus dieser Woche gegangen.
Delegationsreise nach Spanien im Mai
Ende Mai fand wieder eine Brigade nach Andalusien zur Gewerkschaft SOC-SAT statt. Unser Ziel war es, mit der SOC-SAT sowohl über unsere Kooperation zu sprechen, als auch mit den Delegierten der Gewerkschaft die von uns gesetzten Ziele unserer politischen Arbeit für dieses Jahr zu teilen und darüber hinaus unser Brigadeverständnis zu schärfen. Wir tauschten uns in der Woche viel mit den Gewerkschaftsaktiven der SOC-SAT aus, sowohl über ihre Gewerkschaftsarbeit als auch über unsere Rolle als Interbrigadas. Zudem werteten wir die Delegationsreise, die Anfang Februar in Berlin stattgefunden hat, mit ihnen aus. Im Nachhinein würden wir nun auch von einer Delegation sprechen, die die Kooperationsgespräche mit der SOC-SAT in der Zeit geführt hat, statt von einer Brigade. Wir teilten der SOC-SAT mit, dass wir das Verständnis von Brigaden, dass diese explizit gerufen werden müssen, ernst nehmen und auch umsetzen wollen. Somit werden wir erst wieder nach Almeria fahren, wenn die SOC-SAT uns ruft.
Neben den Kooperationsgesprächen begleiteten wir den Alltag der Gewerkschaft wieder bei ihren Beratungen und Aktionen. Die Brigade endete mit vielen konstruktiven Treffen, bei welchen wir unsere Kooperation gut schärfen konnten und eine weitere langfristige Zusammenarbeit mit der SOC-SAT festlegen konnten. Die nächste Brigade kommt bestimmt!
Boykott Biosol – Arbeitskampf im Biosektor
Aktuell gibt es eine Arbeitsrechtliche Auseinandersetzung der SAT mit dem Unternehmen Biosol. Ein zweiwöchiger Streik, der letzte Woche endete, hat bis jetzt noch zu keiner Veränderung geführt. Gefordert wird unter anderem, dass die gesetzlichen Regeln zum Urlaub nehmen und der Mindestlohn eingehalten werden. Der Arbeitskampf wird weitergehen, wir haben ihn aus Deutschland mit einer Boykott-Aktion gegen Biosol-Produkte in deutschen Supermärkten unterstützt und rufen weiterhin zum Boykott auf.
Kampagne “Licht und Energie für kubanische Krankenhäuser”
Die Kampagne „Licht und Energie für Kubas Krankenhäuser“ ist Teil einer internationalen Initiative der The People’s Forum. Ziel ist es, durch Spenden den Aufbau von Solaranlagen in Krankenhäusern zu ermöglichen und so eine stabile, unabhängige Energieversorgung im Gesundheitssektor zu sichern. Angesichts der anhaltenden Energiekrise bedeutet das konkret: bessere medizinische Versorgung, funktionierende Infrastruktur und mehr Sicherheit für Patient*innen und medizinisches Personal.
Als Teil der Kuba-Solidaritätsbewegung haben wir uns gemeinsam mit anderen Organisationen in Deutschland zusammengeschlossen, um unseren Beitrag zu dieser internationalen Kampagne zu leisten. Daraus ist die Initiative „Licht und Energie für kubanische Krankenhäuser“ entstanden.
Wir konnten mit eurer Hilfe über 35000 € sammeln! Die gesammelten Spenden fließen direkt in den Kauf von Solarmodulen. Die Umsetzung vor Ort übernimmt das Centro Martin Luther King, das die Verteilung organisiert und sicherstellt, dass die Anlagen dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden.
Zur Arbeit in der Kampagne wurden auch Artikel in verschiedenen Zeitungen publiziert, die wir sehr empfehlen können! Folgend sind einige gelistet: amerika21.de jungewelt.de nd-aktuell.de
RBB-Beitrag zur Kuba-Arbeit von Interbrigadas
Wir möchten uns bei Milena Hadatty für die Zusammenarbeit und den insgesamt gelungenen Fernseh-Beitrag (ausgestrahlt am 07.04 beim RBB) über unsere Arbeit bedanken. Es bedarf Mut in den aktuellen Zeiten Beiträge in den öffentlichen Medien zu bringen, die nicht dem hegemonialen Diskurs einer vermeintlichen Staatsräson entsprechen und ein positives Bild von Solidarität mit pueblos zeigen, die unter den imperialen Aggressionen der USA leiden. Besonders positiv möchten wir hervorheben, dass die Palästina-Solidarität sichtbar gemacht wurde, insbesondere durch die Einbindung der Vereinigung palästinensischer Ärztinnen und Apothekerinnen sowie das Zeigen der palästinensischen und kubanischen Flagge. Die Kampagne „Licht und Energie für Kubas Krankenhäuser“ wurde aufgegriffen, eine dazugehörige Demonstration gezeigt und andere Organisationen, wie Cuba Sí von der Partei die Linke wurde im Beitrag mit erwähnt, um insgesamt ein sehr positives Bild der Solidaritätsarbeit zu zeichen.
Dennoch möchten wir ein paar Dinge klarstellen, damit keine Missverständnisse entstehen: Interbrigadas wurde nicht von einer Einzelperson gegründet sondern entstand aus einer Gruppe von Menschen aus einem gemeinsamen politischen Umfeld. Die Darstellung unserer Arbeit wirkte stellenweise stark NGO-ähnlich. Das liegt auch daran, dass der Beitrag bewusst für ein breiteres Publikum aufbereitet wurde, um insbesondere im Rahmen der Kampagne Licht und Energie für Kubas Krankenhäuser möglichst viele Menschen zu erreichen und zur Unterstützung zu mobilisieren. Einzelne inhaltliche Darstellungen waren verkürzt oder missverständlich, etwa im Hinblick auf Strukturen und Zusammenarbeit mit Organisationen (z.B. Cuba Si liefert keine Spenden für NGOs in Kuba; wir arbeiten nicht nur in Kuba, sondern auch in Andalusien mit der SOC-SAT). Uns ist bewusst, dass Fernsehbeiträge komplexe politische Arbeit oft nur verkürzt darstellen können. Dennoch halten wir es für wichtig, diese Punkte zu präzisieren, um ein klareres Bild unserer politischen Praxis zu vermitteln.
Für uns bleibt entscheidend: Unsere Arbeit ist Teil eines internationalistischen, politischen Projekts – und nicht auf reine „Hilfe“ reduzierbar. La solidaridad internacional no se hace, se organiza!
Mach mit bei der Kuba Brigade im September/Oktober 2026
Wir haben schon beschrieben, dass Kuba in einer tiefen Energiekrise steckt. Stromausfälle, unterbrochene Versorgung und massive Einschränkungen im Alltag sind Realität. Diese Situation ist kein Zufall – sie ist Ergebnis der anhaltenden US-Blockade. Trotz dieser prekären Situation entstehen Alternativen: Vor Ort werden Solarprojekte aufgebaut, kollektive Strukturen gestärkt und neue Wege der Energieversorgung entwickelt.

Für den kommenden Herbst organisieren wir eine Brigade, deren Ziel es ist solche Projekte zu unterstützen und politische Arbeit mit praktischer Solidarität zu verbinden. Konkret werden auf der Brigade folgende Ziele verfolgt:
- Ausbau von Solarenergie & Unterstützung bei Installationen
- Zusammenarbeit mit lokalen, staatlichen & genossenschaftlichen Betrieben
- Mitarbeit bei Transport & Montage von Solaranlagen
- Austausch über Alltag, Widerstand & Perspektiven
- Öffentlichkeitsarbeit gegen hegemoniale Narrative
Ein Teil der Brigade führt uns nach Viñales zum Projekt Ventana al Valle:
Dort werden wir gemeinsam mit der Gemeinde Workshops, Kulturveranstaltungen & kollektive Projekte unterstützen.
Wichtig ist darauf hinzuweisen, dass die Lage unsicher bleibt. Ob und wie die Brigade stattfinden kann, hängt von den Entwicklungen vor Ort ab. Wir planen daher flexibel, und arbeiten bereits im Vorhinein an Projekten wie der Kampagne “Energie und Licht für Kubas Krankenhäuser” um von Deutschland aus zu unterstützen.
Du hast Lust bei der Brigade mitzufahren? Dann fülle bis zum 19.7. das Bewerbungsformular aus: Hier bewerben!
Wir melden uns bei dir.
Bist du interessiert an unserer politischen Arbeit mitzumachen? Dann melde dich gerne über Instagram oder Mail an info@interbrigadas.org bei uns!
Internationale Solidarität heißt handeln! Schließ dich an!
Euer Team vom Interbrigadas e.V.









