Interbrigadas Newsletter Dezember 2017

10. Dezember 2017|Newsletter

Interbrigadas Newsletter Dezember 2017

Liebe Freund*innen,

der Dialektik des Herbstes zufolge durften wir angesichts der Grauheit, der Kälte und der Gemeinheit des Novembers ins Kino gehen zur Premiere unseres Doku-Films über die brigada in Almería von März 2017, das ohne Alines Einsatz unmöglich gewesen wäre. Dabei strömten die Massen so zahlreich ins Saal, dass wir nahezu das Kino okkupiert hätten können.

Gerade die Situation in Almería bleibt für uns weiterhin präsent und wir sind schon am fleißigen Vorbereiten der nächsten brigada dorthin. In diesem Sinne veröffentlichte die ARD auch ein sehenswertes Bericht zu den Umständen der Arbeiter*innen in Almería. Link findet ihr unten!

Wir hoffen, ihr verliert nicht euren Kopf im Weihnachtstrubel und denkt ein bisschen an uns, denn Interbrigadas hat ihre Weihnachtswünsche schon klar: We want more Engels for KrisMarx!

Euer Interbrigadas-Team

 

ARD-Bericht zu den Umständen der Arbeiter*innen des ‚mar de plástico‘ in Almería mit Interbrigadas

Die Brigade Somos Naqaba auf gewerkschaftlicher Aktion im Beitrag der ARD

Wie viele von euch vielleicht wissen, sind die Umstände der Arbeiter*innen in Almería bei der Gemüseernte grauenhaft. Als Interbrigadas sind wir seit geraumer Zeit dort unterwegs und unterstützen die jeweiligen Kämpfe. Im vergangenen September hat uns ein Journalisten Team der ARD auf unserer letzten Brigade begleitet und wir haben sie über 10 Tage hinweg tatkräftig bei ihren Recherchen und Dreharbeiten unterstützt. Das erste Resultat ist kompakt aber trotzdem sehenswert. Es liefert einen guten Einblick in die dauerhaften Zustände in Andalusiens Landwirtschaft. Im neuen Jahr folgt ein längerer Beitrag. Viel Spaß beim schauen. Hier Klicken.

 

Brigadeaufruf September 2018 Almería – mar de plástico

Nach einigen Erfolgen und vielen Enttäuschungen geht der Kampf in Almería trotzdem weiter. Deswegen haben wir keine Zeit versäumt und die Vorbereitungen für unsere nächste brigada in März 2018 sind schon am Laufen. Das Interesse war diesmal so groß, dass wir schon jetzt keine weiteren Leute aufnehmen können.

Aber umso mehr könnt ihr euch schon bei uns melden, wenn ihr für die September-Brigade am Start sein wollt! Falls euch an einigen Spanisch-Sprachfertigkeiten mangelt, so meldet euch für den Spanischkurs jeden Sonntag um 16 Uhr in unserem Büro in der Genter Str. 60 auf Spendenbasis. Die Revolution wird nicht auf euch warten!

Ankündigung: Spendenkampagne für einen Gewerkschaftsbus

Für unsere Brigaden und die Unterstützung der Gewerkschaft SOC-SAT in Andalusien haben wir stets am meisten Geld für die Miete der Kleinbusse ausgegeben, ohne die die Gewerkschaft und wir aufgeschmissen sind. Ob bei den frühmorgentlichen Gewerkschaftsaktionen, oder für die Teilnahme an den regionalen Versammlungen der SAT, ein Auto ist unabdingbar für unsere 10-15 köpfigen Brigaden. Dieser finanzielle Posten ist auf Dauer enorm belastend und es wäre langfristig wesentlich billiger ein Auto zu kaufen. Auch die Gewerkschaft braucht, um mobil zu sein, ein funktionstüchtiges Auto, derzeit müssen teilweise Privatautos benutzt werden. Deswegen haben wir mit der Gewerkschaft gemeinsam über die Anschaffung eines Kleinbusses nachgedacht, den die nächste Brigade nach Spanien bringen soll.

Wir werden hierzu eine etwas längerfristige Spendenkampagne starten und noch einmal gesondert dazu aufrufen. Wir möchten euch alle bitten, die Kampagne weiter zu verbreiten! Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Natürlich alles steuerlich absetzbar ;-)!

Veranstaltungen

Neben unserem auslaufenden Büroprogramm für dieses Jahr haben wir euch schon ein paar weitere Veranstaltungen für den Januar angekündigt, damit es im neuen Jahr gleich munter weitergehen kann.

Filmabend „Bitter Grapes“ im Büro am 10.12. 19h

Im Rahmen unseres Büroprogramms werden wir am 10. Dezember den Film Bitter Grapes zeigen (DK/SA, Tom Heinemann, 2016, 59 min., OmU). Im Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016 geht es um die Arbeitsbedingungen in der Weinindustrie Südafrikas. Die dortigen Zustände erinnern stark an die Bedingungen in der Gemüseproduktion in Spanien. Nach der Projektion wollen wir mit euch eine Diskussionsrunde machen und über die Kämpfe der Landarbeiter*innen sprechen. Wir finden es wird Zeit jenseits von individuellen Ausflüchten in fairen Konsum, gemeinsam nach Auswegen zu suchen. Bringt eure Freunde mit, denn das Thema Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft geht an niemandem von uns vorbei. Wir freuen uns auf euch!

Trailer: http://www.bittergrapes.net/trailer/

Wo? Interbrigadas e.V., Genter Str. 60

Wann? Sonntag 10.12., 19 Uhr

Vorführung unserer Doku in Oranienburg am Mosaik-Gymnasium am 13.12.2018 15h

Wir arbeiten gerade gemeinsam mit dem Mosaik-Gymnasium in Oranienburg an einem Schulprojekt zum Plastikmeer in Almería. Wir werden zu Beginn unserer Märzbrigade eine Gruppe von Schüler*innen aus dem Spanisch-Kurs auf ihrer Kursfahrt nach Almería begleiten und planen gerade den konkreten Ablauf. Ziel ist es, die Produktionsbedingungen des Gemüses in Andalusien mit ihrem Konsum in Zusammenhang zu bringen, quasi die Produktions und Lieferketten nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen. Es ist die erste Kooperation dieser Art, aber das Feedback aus dem Lehrerkollegium in Oranienburg ist äußerst positiv. Wir werden nach der Evaluation der ersten Erfahrung im März 2018 über Formen und Umfänge weiterer Kooperationen nachdenken. Wir sind sehr gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

Zweite Vorführung „Días de Lucha – Días de Luto“ in Berlin am 13.1.2018 19h

Wir zeigen nach der sehr gut besuchten Premiere unserer Dokumentation im Kino Moviemento erneut unsere Dokumentation. Diesmal laden wir alle, die es beim letzten Mal nicht ins Kino geschafft haben, in das gemütliche Programmkino Lichtblick im Prenzlauer Berg ein. Sagt euren Freunden Bescheid, die den Film noch nicht gesehen haben. Alle Einnahmen kommen direkt der Arbeit mit der SOC-SAT zugute. Wir freuen uns auf euch!

Wann? Samstag, 13.1.2018 19:00 Uhr

Wo? Kino Lichtblick, Kastanienallee 77, 10435 Berlin – Prenzlauer Berg

Rosa-Luxemburg-Konferenz 2018 am 13. Januar

Am 13. Januar werden wir uns in gewohnter Weise wieder auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz präsentieren und einen Stand haben. Wer Lust hat, sich die Konferenz anzuschauen, kann sich hier über das vielfältige Programm informieren. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf Kolonialismus damals und heute am Beispiel einiger afrikanischer Staaten. Auf dem Abschlusspodium mit dem Titel »Oben – unten. Nord – Süd. Wer wen? Soziale Frage und Flüchtlingselend: Abschied der Linken von der internationalen Solidarität?« erkennen wir Fragen unserer Konferenz i21 vor zwei Jahren wieder, die wir zum Internationalismus aufgeworfen haben und sind gespannt auf die Diskussion.

Wo? Mercure-Hotel MOA, Berlin-Moabit, Stephanstr. 41, 10559 Berlin,

Wann? ab 9:30 Uhr Einlass

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