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+++ Die nächste Brigade in Venezuela wird im August 2011 beginnen, mehr Infos zum Stand der Vorbereitungen könnt ihr per Email oder über Facebook bekommen +++
Mai 2, 2011 |

“Eine andere Welt ist möglich” - Veranstaltungswoche in Jena

Seit einiger Zeit studieren einige Interbrigadas Mitglieder in Jena. Gemeinsam mit verschiedenen Unterstützerinnen planen Sie nun auch dort eine Reihe von Projekten. In einer Veranstaltungswoche vom 9.-19.Mai wollen sie mittels Vorträgen, Filmen und einer Ausstellung über die aktuellen politischen Prozesse in Lateinamerika informieren und die Arbeit unseres Vereins vorstellen.

Ziel der Aktionswoche soll es auch sein, Unterstützer für den Austauschaufenthalt von Alberto zu gewinnen. Alberto arbeitet nun seit mehreren Jahren mit uns in Venezuela und möchte ein Austauschjahr in Deutschland an einer Oberschule in Jena machen.

Hier die Termine für die Jenaer Aktionswoche:

MONTAG, 9.MAI, 19UHR, CZS3 HS7:

Vortrag: Helge Buttkereit - Gehorchend regieren? Soziale Bewegung und Regierung in Venezuela und Bolivien

Hugo Chávez ermächtigt in Venezuela die Basis zur Selbstorganisation, gleichzeitig ermächtigt ihn das Parlament, ohne Mitwirkung der Abgeordneten Gesetze zu machen. Evo Morales setzt in Bolivien auf das “gehorchende Regieren”, aber es kommt immer wieder zu Spannungen zwischen seiner “Bewegung zum Sozialismus” und ihrer eigenen Basis. Helge Buttkereit, Journalist und Autor des Buches “Utopische Realpolitik” will anlässlich der Ausstellungseröffnung der Interbrigadas in Jena eine Einführung in die Entwicklung der “Neuen Linken in Lateinamerika” geben und dabei insbesondere das Spannungsfeld zwischen Sozialen Bewegungen und progressiven Regierungen in Bolivien und Venezuela beleuchten. Davon ausgehend sollen Chancen und Probleme für den weiteren revolutionären Prozess ausgelotet werden.

MITTWOCH, 11.MAI, 19UHR, CZS3 HS6:

Film (SoWis-Kino): „Comuna im Aufbau“ - Dokumentation über kommunale Rätestrukturen in Venezuela + Referent Stefan Schmalz

Informationen zum Film: http://www.azzellini.net/filme/comuna-im-aufbau

SONNTAG, 15.MAI, 20UHR, CAFÉ WAGNER:

Film: „El Sistema“ - Dokumentation über das soziale Jugendorchesterprojekt in Venezuela

Informationen zum Film: Trailer: http://www.el-sistema-film.com/el_Sistema_Trailer_de.html
Zeit-Artikel: http://www.zeit.de/online/2009/17/el-sistema

MONTAG, 16.MAI, 19UHR, CZS3 HS7:

Vortrag: Interbrigadas e.V. - soziale Arbeit in Lateinamerika

Wir, der Verein Interbrigadas, wollen uns und unsere Arbeit in Lateinamerika und Deutschland mittels dokumentierenden Fotos und Videos aus den vergangenen Jahren vorstellen. Außerdem möchten wir über die Möglichkeiten der Mitwirkung und Unterstützung informieren.

MITTWOCH, 18.MAI, 19UHR, CZS3 HS7:

Vortrag: Roberto Hérnandez Montoya - “Transformación Universitaria en Venezuela - Kampf für die Umgestaltung der Universität in Venezuela”

Die im Dezember 1999 per Volksentscheid beschlossene Verfassung Venezuelas legt fest, daß »Bildung und Ausbildung (…) ein Menschenrecht und eine grundlegende Pflicht der Gesellschaft« sind, die »demokratisch und kostenlos« zu gestalten seien. Ausdrücklich wird festgelegt, daß auch der Besuch der Universität bis zum ersten Abschluss kostenlos sein muß.
Roberto Hérnandez Montoya, Präsident des Zentrums für Lateinamerikanische Studien “Rómulo Gallegos” in Venezuela, ist aktiver Mitgestalter der Umstrukturierung des venezolanischen Bildungssystems. Er wird darüber referieren, wie es nach einer langen Phase der Privatisierung des venezolanischen Bildungswesens gelang allmählich elitäre Strukturen aufzubrechen und notwendige Reformen einzuleiten. Ziel des Vortrags soll es auch sein gemeinsam Erfahrungen aus Lateinamerika und Deutschland zu vergleichen und über verschiedene Formen der Umgestaltung universitärer Bildung zu diskutieren.

★★★★ BEGLEITEND DAZU: INTERBRIGADAS-FOTOAUSSTELLUNG IM UNIFOYER CZS3 ★★★★

April 5, 2011 |

Internationale Vernetzung - ein Bericht der Brigade “Franca Salerno” in Rom

In der Zeit vom 10.3. - 18.3.2011 besuchte die internationale Brigade „Franca Salerno“ Rom. Die TeilnehmerInnen aus Argentinien, Schweiz, Deutschland und Slowenien waren von unseren FreundInnen vom C.D.R. Roma (Comite da la Defensa de la Revolucion Cubana Roma) eingeladen worden um eine Reihe von Infoveranstalltungen durchzuführen und die Möglichkeiten und Zukunft gemeinsammer Arbeit zu planen. Ausgangspunkt der Einladung war das im Sommer 2010 mit der Brigade „Mika Etchehebere“ in Caracas begonnen Projekt des „Casa Internationalista“. Nicht nur Interbrigadas, sondern auch C.D.R. Roma und eine Vielzahl an weiteren Gruppen, die eine kontinuierliche sozial-politische Arbeit in Venezuela betreiben stehen oftmals vor den gleichen Problemen in ihrer internationalistischen Arbeit. Es fehlt ein Platz zum Arbeiten, Wohnen, zum Durchführen von Veranstaltungen und Brigaden und ein Ort, an dem sich die die verschiedenen Gruppen treffen können um gemeinsam arbeiten zu können und auch für lokale Gruppen ansprechbar zu sein. Um diesen Problemen entgegenzuwirken und dem Ziel internationalistischer Zusammenarbeit näher zu kommen wurde im vergangenen Sommer mit der Suche nach einem Ort für ein solches Zusammentreffen zu suchen. Die mit der Brigada „Mika Echebehere“ renovierten Räumlichkeiten in der Av. Urdanetta bilden hierfür einen Ausgangspunkt. Da neben den physischen Räumlichkeiten vor allem die politischen Netzwerke zwischen den beteiligten Gruppen Ziel des Projektes sind, konnten wir mit dem Besuch unserer FreundInnen in Rom einen wichtigen Schritt zur gemeinsamen Arbeit vollziehen.

Die 10 Tage in Rom waren dicht mit Programm gefüllt. Neben einer Infoveranstaltung zur Situation in Venezuela zusammen mit dem venezolanischen Botschafter in Rom, gaben wir mehrere lange Radiointerviews über die Arbeit von Interbrigadas und den politischen Prozess in Venezuela. Außerdem gaben die Brigadistas noch einen zweitägigen Taller zum „teatro del oprimido“ (dem „Theater der Unterdrückten“), der mit über 50 TeilnehmerInnen großen Anklang fand.

In einer Reihe von Informationsveranstaltungen und Strategiediskussionen wurden u.a. die konkrete Weiterarbeit am „Casa Internationalisa“ sowie die Möglichkeiten und Formen für eine gemeinsame Brigade nach Venezuela im August diese Jahres diskutiert. Eine weitere Überlegung ging in Richtung eines europaweiten Treffens aller zu Venezuela arbeitenden internationalistischen Gruppen zu Beginn des kommenden Jahres.

Außerdem konnten während der Brigade ein Koordinierungsgremium von italienischen Gruppen, die in Solidarität zu verschiedenen lateinamerikanischen Ländern arbeiten, gegründet werden. Für den 13. April - den 9. Jahrestag der erfolgreichen Abwendung des Militärputsches gegen den demokratische legitimierten Präsidenten Hugo Chávez – ruft dieses zu dezentralen Aktionen in Solidarität mit der bolivarianischen Bewegung auf.

Unser Dank gilt den Menschen in Rom, die so unglaublich viel Arbeit in eine wirklich gelungene Brigade gesteckt haben von der wir noch lange profitieren werden.

Februar 3, 2011 |

+++ Projekt Lucia +++

Der Verein INTERBRIGADAS e.V. lernte Lucia vor 2 Jahren in Berlin kennen. Eine Woche hat gereicht, um festzustellen, dass wir mit unserer sozialen Arbeit ähnliche Ziele verfolgen und gemeinsame Vorstellungen haben, wie die Arbeit organisiert werden soll.

Als Lucia zurück in Kolumbien war, brach der Kontakt nicht ab und wir berichteten uns von unseren Projekten und Aktionen. 2009 unterstützen wir Lucia finanziell bei der Umsetzung eines Hiphop-konzertes, welches der Vernetzung von Jugendlichen aus verschieden Barrios dient. Im Sommer 2010 verfolgten wir von Berlin aus gespannt die Präsidentschaftswahlen und hofften auf positivere Nachrichten von Lucia aus Bogota. Die Hindernisse und Schwierigkeiten hatten jedoch nach dem Regierungswechsel Bestand und Lucia war sehr enttäuscht. Gemeinsam entwickelten wir die Idee, dass es leichter für Lucia wäre, in Deutschland auf die Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat Aufmerksam zu machen.
Fleißig wurden Anträge geschrieben, Unterstützer gesucht, Schulprojekte organsiert, Konzerte und Informationsveranstaltungen geplant und die Visaformalitäten abgehandelt.
In der Zeit vom 29.11.2010 bis zum 30.01.2011 hatten wir Lucia aus Kolumbien/ Bogota in Berlin zu Gast. Nun ist Lucia wieder in Kolumbien und steckt ihre ganze Energie in das Projekt SUR DEL CIELO, welches nicht lange auf eine so engagierte Frau verzichten kann. Mit welchen Gefühlen haben wir uns voreinander verabschiedet? Haben wir unsere Ziele erreicht?

Wir denken, dass die Zeit mit Lucia unheimlich erfolgreich war. Wir haben auf unterschiedlichen Ebenen gewirkt: in Schulen mit den Jugendlichen diskutiert, auf Infoveranstaltungen Menschen zwischen 16 und 78 Jahren mit neuen Informationen versorgt, durch Lucias Musik ihre Botschaft an ein weniger politisches Publikum übertragen und bei vielen Menschen eine gewaltige Menge an Fragen aufgeworfen, zum kritischen Denken animiert. Einige Journalisten sind auf Lucia Aufmerksam geworden und haben Artikel in Zeitungen veröffentlicht oder Interviews fürs Radio organisiert.

Lucia war begeistert von der Neugier und der Dankbarkeit, die sie hier erfahren hat, dass sie zu uns nach Deutschland gekommen ist, um uns ihre Lebenswelt und die ihrer Mitmenschen zu schildern. Sie war begeistert, dass sie gleichzeitig die Möglichkeit erhielt, ihren Horizont und Erfahrungsschatz zu erweitern, Neues zu lernen. Sie kannte keinen Schnee, die deutsche Geschicht nicht und die Sitten und Bräuche unseres Landes.

Und wir sind fester zusammengewachsen, haben neue Ideen, deren Verwirklichung wir gemeinsam angehen wollen. Ich denke, dass sich die Mühe und die Arbeit voll und ganz gelohnt hat.
Lassen Sie sich durch eine Zusammenstellung unserer Arbeit in Form von Fotos und kurzen Texten überzeugen:

Dezember 15, 2010 |

Concierto en la calle, Abchluss der Brigade Mika Etchebeherre

Als Abschluss der Brigade Mika Etchebeherre haben wir am 28. September ein grosses Konzert in der Innenstadt von Caracas durchgefuehrt. Mit Hilfe von Avila Tv, dem Nationalen Kommitee der Sin Techos und jeder Menge anderer Unterstuetzer wurde es zu einem vollen Erfolg. Waehrend des Konzerts haben wir ueber unser internationales Hausprojekt informiert, Flyer verteilt, T-Shirts verkauft, typisch venezolanische Speisen zubereitet und jede Menge Interesse an dem Projekt geweckt.
Insgesamt waren rund 300 Menschen gekommen um Musik von Sandino Primera, Bituaya, De Melao Son, Los Kenobis, The Raskas, Truko, Los Abures und anderen zu hoeren.

Hier ein Zeitungsartikel ueber unser Konzert der relativ neuen Zeitung Ciudad Caracas (auf Spanisch): La música retumbó en la Urdaneta

Vielleicht wird auch noch ein kleines Video in absehbarer Zeit folgen und ihr koennt fest damit rechnen, dass wir euch demnaehst selbsteverstaendlich noch die ausstehenden Bilder ueber die Arbeit in acracas nachreichen werden. Seit also gespannt auf die naechsten Posts und bisher erstmal viel Spass mit den Fotos:

Oktober 3, 2010 |

Eindrücke, Kursarbeit, Wandbilder und die Brigade in Cumaná (Teil 2)

Am letzten Freitag hat die zweite Gruppe der Brigade “Mika Etchebehere” zusammen mit rund 200 Menschen aus der Gemeinde Campeche ihre sechswöchige Arbeit in Cumaná erfolgreich mit einem Straßenfest abgeschlossen. Höhepunkt der Veranstaltung war die halbstündige Aufführung eines Theaterstücks, in dem die Teilnehmer des Theaterkurses die gesellschaftlichen Probleme aus ihrem persönlichen Umfeld thematisierten.

Über die Kursarbeit hinaus haben wir eine Reihe von Wandbildern (”Murals”) an öffentlichen Orten und Fabriken in Cumaná, Barcelona und Araya gemalt. Die Auswahl der Motive wurde gemeinsam mit den AnwohnerInnen der Ortschaften und den ArbeiterInnen getroffen.
Die Brigade hat im Verlaufe ihres Aufenthaltes neben der “Gaviota”-Fischfabrik und der ebenfalls besetzten Sckokoladenfabrik in Cumaná unter anderem auch verschiedene historische Museen besichtigt, eine politische Stadtführung in Cumaná durchgeführt und den Verlauf der Parlamentswahlen vor und in ehreren Wahlbüros verfolgt.

Zusammen mit dem in Caracas verbliebenen Teil der Gruppe haben wir ein Wochenende in der besetzten Glasfabrik “Vivex” in Barcelona verbracht und dort neben Führungen und Diskussionen mit den ArbeiterInnen ein weiteres Mural gemalt um sie und ihren Prozess zu unterstützen.
Im Zuge unserer Arbeit entstanden eine Reihe von Kontakten. Es kam zu Kooperationen mit dem Bürgermeisteramt von Cumaná, dem zugehörigen Institut für Jugend, dem technischen Hilfswerk Venezuelas, der staatlichen Supermarktkette “Mercal”, dem Erdölunternehmen PDVSA, der Partido Communista de Venezuela (PCV), sowie verschiedensten Basisorganisationen und Consejos Communales. Neben Caracas wird Cumaná nun in den kommenden Jahren fester Anlaufpunkt für die Sommerbrigaden in Venezuela sein.

Oktober 3, 2010 |

Eindrücke, Kursarbeit, Wandbilder und die Brigade in Cumaná (Teil 1)

In den vier vorhergehenden Wochen haben wir täglich Kurse für interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Gemeinde gegeben. Zustande kamen folgende Kurse: Englisch, Deutsch, Mathematik, Gitarre, Theater, Fotografie, Schach, Zirkus, Basteln, Graffiti, Fußball und Capoeira. Außerdem kam es in Form eines Politik- und eines Journalistikkurses zu einer Zusammenarbeit mit den ArbeiterInnen der nahe gelegenen besetzten Fischfabrik “Gaviota”.

Im Rahmen des Journalistikkurses entstand eine Zeitung, in denen die ArbeiterInnen der “Gaviota” über ihre Lebensumstände, ihre Einstellung zur politischen Entwicklung Venezuelas und den Prozess der Fabrikbesetzung berichteten. Neben den Angeboten in Campeche/Cumaná wurden eine Woche lang verschiedene Kurse in Areo, einer kleinen Ortschaft im Bundesstaat Monagas gegeben. Nach Monagas luden uns die “Comuneros” ein, eine politische Gruppe von Ex-Guerillakämpfern aus den 60ern, die ländliche Gemeinden mit wirtschaftlichen und kulturellen Projekten unterstützen.

(weitere Infos im 2. Teil des Posts)

hier die Bilder:

August 28, 2010 |

Kursbeginn der Brigade Micka Etchebehere in Caracas

Am 16. August haben wir in dem Gemeindesaal des “Movimiento de los Sin Techos”, der Bewegung der Obdachlosen den Beginn der ersten Kursphase gefeiert. Nach einer Woche intensiver Werbung in den Gemeinden, Radio, Fernsehn und Zeitung haben wir alle Interessierten und Bekannten eingeladen, um sich ueber unser Projekt und unser Kursangebot zu informieren.

Die Kurse werden ueber einen Monat bis zum 16. September andauern. Im Angebot sind Theater, politische Theorie, Gitarre, Englisch fuer Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Kindergeschichten, Naturwissenschaften, Graffiti, Wandmalerei und Basteln. Die Kurse beginnen von Montag bis Freitag um 9 Uhr und enden nach einem taeglichen Filmabend um 21 Uhr.

Zur Kurseinweihung stellten sich alle Kurse vor und luden die Gemeinde und alle Freiwilligen zu den Kursen ein. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem gemeinsamen Essen, Live-Musik des Gitarrenkurses und einer Capueira-Auffuehrung.

In der gleichen Woche wurde ausserdem mit der Gestaltung der Aussenfassade begonnen, die dazu beitragen soll die Aufmerksamkeit aller Passanten auf die Kurse zu lenken.

Am 23. September trennte sich die Brigade in zwei Gruppen. Die eine Gruppe gibt weiterhin Kurse in Caracas und die andere Gruppe bereitet in Cumana im Osten des Landes ihre Kursarbeit vor.

Hier die Fotos:

August 14, 2010 |

Ankunft der Brigade “Mika Etchebehere” – Arbeit im internationalen Hausprojekt

Am 10. August sind die vorlaeufig letzten Brigadistinnen in Caracas angekommen. Unsere aktuelle Brigade zaehlt damit im Moment ueber 30 Personen, die alle an dem Hausprojekt in der Avendia Urdaneta im Zentrum Caracas arbeiten. Nach dem wir bei der Renovierung der Wohnung mit Hilfe der Bewegung der “Los Sin Techos” Wasser, Strom, Kueche, Bad und Moebel installiert haben, widmen wir uns jetzt verstaerkt dem Gemeinschaftsraum. Dort haben wir ein Geruest aufgebaut um die Decke zu streichen und die Kuenstler des argentinischen Wandmalereikollektivs, die wir aus Buenos Aires eingeladen haben, begannen mit ihrem ersten Wandbild im Salon.

Unser Ziel ist es aus dem grossen Gemeinschaftsraum, der voher kaum genutzt wurde ein kulturel-politisches Zentrum der Innenstadt zu machen.
Ab dem 16. August werden wir 12 verschiedene Kurse in den renovierten Raeumlichkeiten geben.

Mit dem Brigadebeginn haben wir ebenfalls mit der politischen Einfuehurngstour in Caracas begonnen, die zum Ziel hat die revolutionaeren Prozesse und Einrichtungen Venezuelas mit den BrigadistInnen zu diskutieren.
Wir waren am vergangenen Samstag bei zwei Veranstaltungen present, zum einen bei der Einweihung einer sozialistischen Kaufhalle “Abasto Socialista”, der von der selben Hausbesetzerbewegung geleitet wird. Die Lebensmittel werden direkt von laendlichen Gemeinden in die Supermaerkte geliefert. Das besondere an dieser Initiative ist, dass der Lebensmittelverkauf nicht von staatlichen Institutionen geleitet wird sondern von der organisierten Bevoelkerung. Die Regierung stellt bereits subventionierte Lebensmittel sehr guenstig im Rahmen der Mision Mercal bereit, doch oft kommt es zum teueren Weiterverkauf der Lebensmittel, die fuer den Eigenkonsum bestimmt sind.

Zum anderen waren wir im Barrio 23 de Enero und haben zusammen mit verschiedenen politischen Kollektiven ein Wandbild fuer einen gestorbenen Compañero gemalt.

Hier unsere Eindruecke in Bildern:

August 14, 2010 |

Internationales Hausprojekt in Caracas

Vor knapp zwei Monaten haben wir uns mit verschiedenen anderen internationalisitschen Gruppen und Compañeros zusammengefunden, um ein internationales Hausprojekt in Caracas zu planen. Unser Ausgangspunkt war hierbei ein fehlender Anlaufpunkt fuer internationale Aktivisten, die die basisdemokratischen Prozesse in Venezuela unterstuetzen.
Nach einigem Suchen sind wir schiesslich auf die Hausbesetzerbewegung “Movimiento de los Sin Techos” – “ Bewegung der Obdachlosen” gestossen”, die allein im Zentrum von Caracas ueber 40 Gebaeude besetzt haben. Die Koordinatoren der poltischen Bewegung booten uns nach einer Rundfuehrung und nach einem gegenseitigen Kennenlernen eine Wohnung im Stadtzentrum an. Das Gebaeude namens “19 de Abril”, in dem sich die Wohnung befindet, dient den Gemeinden der Hausbesetzerbewegung auch als Versammlungsplatz. Bei wichtigen Entscheidungen des Gemeinderats “consejo comunal” versammeln sich alle Gemeindemitglieder in der grossen Halle der ehemaligen Bank.

Mit der Hilfe der ersten BrigadistInnen der internationalen Brigade “Micka Etchebehere” renovierten wir die Raeumlichkeiten der Wohnung fuer die 30 Personen zaehlende Brigade. Die Wohnung soll zukueftig fuer die Koordinierung internationalistischer Solidaritaetsarbeit genutzt werden.

Ausserdem wurden fuer ueber fuenf Tage lang vom Buergermeisteramt nach Cumana eingeladen, um einen Graffitikurs zu geben.

Hier die resten Fotos der Renovierung und aus Cumana:

Juni 18, 2010 |

Der Abschluss des Bolivienprojekts und Ausblicke

Mit diesem Post schließen wir etwas verspätet unser Bolivienprojekt der Brigade Ezequiel Zamora ab. Nach drei Monaten Projektarbeit haben wir unser vorläufiges Ziel erreicht. Das audiovisuelle Produktionskollektiv Alto TV wurde von den KursteilnehmerInnen gegründet und die ersten Videos, die in der Kursphase entstanden sind, sind jetzt zweisprachig im Internet zugänglich.
Mit großem Andrang wurden die Kurzfilme in der U.P.E.A. (öffentliche autonome Universität von El Alto) vorgestellt. Die Kurzfilme können auf den neuen Blogs von Alto TV angeschaut werden.

+++ www.altotvgerman.blogspot.com (deutsch) und www.altotvbolivia.blogspot.com (spanisch) +++

Außerdem haben wir noch einige Fotos aus Cochabamba hochgeladen.
Wir hoffen natürlich, dass unsere Companer@s aus El Alto dem Produktionskollektiv Alto TV Kontinuität geben werden. Neuigkeiten und neue Videos werden auch auf den Blogs veröffentlicht.
Um unsererseits das Projekt fortzusetzen und auszubauen werden wir in kommendem Frühjahr 2011 erneut eine Brigade nach Bolivien organisieren.

Wir möchten auch darauf aufmerksam machen, dass im kommenden August die Arbeit der nächsten Venezuelabrigade beginnen wird. Wir rechnen mit einer Teilnahme von über 30 Brigadisten aus Argentinien, Bolivien, Deutschland, Kolumbien und Venezuela.

Bei Teilnahmeinteresse an interbrigadas@hotmail.de schreiben…

Hier die Fotos, Jallallaya Bolvia! …

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